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TOP 1: Änderungen in der DIN ISO 9001:2015
Gerne begleiten wir Sie mit aktuellen und zuverlässigen Informationen zur Umstellung auf die neue Version. Unsere Experten machen Sie mit den anstehenden Änderungen und Herausforderungen vertraut.

In Workshops arbeiten wir gemeinsam mit Ihnen firmenspezifisch die Änderungen und deren Auswirkung auf Ihre Organisation aus.

Weitere Informationen zu den anstehenden Änderungen:

1. High Level Structure
In der aktuellen Fassung wurde die Abschnittsreihenfolge verändert, damit sie mit der in den ISO-Direktiven festgelegten Grundstruktur für Managementsystemnormen („High Level Structure“) übereinstimmt und die Angleichung an andere Normen zu Managementsystemen zu verbessern. Anstelle der bislang bekannten 8 Kapitel der Norm sind es nun 10 Kapitel. Die daraus folgenden Änderungen in der Struktur und Terminologie brauchen sich in der Dokumentation des Qualitätsmanagementsystems einer Organisation nicht widerspiegeln.

2. Strategische Ausrichtung
Künftig muss das Qualitätsmanagementsystem in die strategische Ausrichtung der Organisation eingebunden werden. In der neuen Fassung muss die Organisation interne und externe Belange (z.B. gesetzliche, technische, wettbewerbliche oder soziale Belange) erfassen, welche Einfluss auf Ziele, Strategie und Ergebnis des QM-Systems haben.

3. Zielgruppen
Für das QM-System relevante Parteien (z.B. Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, Kooperationspartner, Kostenträger etc.) müssen berücksichtigt werden. Die Organisation muss künftig berücksichtigen, welche Auswirkungen die Parteien auf die Konformität von Produkten und Dienstleistungen haben.

4. Prozessorientierung
Der prozessorientierten Ansatz und die Forderung nach einem umfassenden und systematischen Prozessmanagement werden explizit gefordert. Erwartet werden vorgegebene Leistungsindikatoren der Prozesse mit Sollvorgaben und Ist-Stand, Verantwortungen und Befugnisse sowie Risiken und Chancen, mit Einfluss auf das Ergebnis.

5. Verantwortlichkeiten
Die oberste Leitung soll die Verantwortung für die Wirksamkeit und die Leistungsfähigkeit des Qualitätsmanagementsystems tragen. Die Funktion des Qualitätsmanagementbeauftragten, der diese Aufgaben bisher übernommen hat, wird nicht mehr explizit gefordert. Selbstverständlich können jedoch bestehende Strukturen die einen Beauftragten der obersten Leitung oder auch Qualitätsmanagmentbeauftragten ausweist beibehalten werden.

6. Risikomanagement
Es ist eine Kernaufgabe eines Qualitätsmanagementsystems als vorbeugendes Instrument zu wirken.

Chancen und Risiken wurden in der Überarbeitung neu aufgenommen und müssen firmenspezifisch erfasst und behandelt werden. Welche Risiken möchte ich auf mich nehmen, um eine Chance wahrzunehmen? Dies beinhaltet: Risikobewusstsein, Risikoerfassung, Risikoanalyse, Risikobewertung und Risikosteuerung.

7. Wissensmanagement
Das Wissen der Organisation kann Informationen umfassen, z. B. geistiges Eigentum und Erfahrungsschatz. Um sich ändernde Erfordernisse und Trends zu berücksichtigen, muss die Organisation ihr momentanes Wissen betrachten und muss bestimmen, auf welche Weise das nötige Zusatzwissen erlangt wird oder wie darauf zugegriffen wird.

8. Dokumentierte Information
Im Rahmen der Angleichung an andere Normen zu Managementsystemen wurden die beiden Benennungen „dokumentiertes Verfahren“ und „Aufzeichnung“ im gesamten Anforderungstext durch „dokumentierte Informationen“ ersetzt. Ein QM-Handbuch wird mit der Revision nicht mehr explizit gefordert. Ebenso kann hierfür eine Webbasierte Plattform oder EDV- gestützte Lösung dienen.